Frisch ab Presse:
Rezensionen & Notizen

Theater Mimito: Fleisch. I
(...) Friedlich sind die vier am Bühnenrand vereint und schildern in brillanter Verknappung, was sie treibt und bewegt. Christov Rolla (Texte/Musik) steht gelassen da, zupft die elektrische Gitarre und fistelt mit Kopfstimme die Arie «Nessun Dorma» von Puccini so wunderbar entrückt, dass der ganze Graus langsam verpufft und wir uns mit den Bremer Stadtmusikanten sofort einig sind: «Öppis Bessers als de Tod findsch überall.»
Pirmin Bossart (LINK, 20. Oktober 2017)

Theater Mimito: Fleisch. II
(...) Christov Rolla, ob in der Rolle als syrischer Flüchtling oder als lastentragendes Grautier aus dem Nahen Osten, begleitet die gesanglichen Einlagen hervorragend mit seiner Gitarre und verleiht dem Stück damit eine gehörige Intensität. (...) Das Stück ist makaber, zynisch und radikal. (..) Das ist dem Theaterkollektiv Mimito gelungen: ein tolles Stück, sprachlich, musikalisch und theatralisch imposant und wirkungsvoll umgesetzt.
Marlis Huber (LINK, 19. Oktober 2017)

Theater Mimito: Fleisch. III
(...) zeigt sich als dichte, anspielungsreiche, denkanstössige gut eineinhalb Theaterstunden mit einem gern verdrängten Themenkomplex, nachhaltig nachhallend, originell inszeniert in ebenso origineller Ausstattung, gespielt in lauten und leisen Tönen, in brüllend-grotesker Komik wie in verhaltenen Momenten. Die Musik nicht zu vergessen (noch vergessen: das pfiffige pseudo-jiddische Fleischwaren-Liedl), die den Bogen spannt vom eröffnenden Klaviersound bis zum finalen gesungenen «Nessun dorma!». (...)
Urs Hangartner (LINK, 19. Oktober 2017)

Canaille du jour & les maisonettes: Reception Blues
(...) laufen die Zuschauer in Scharen davon. Der Abend misslingt (...). Und so scheitert auf der Seerose die Carte-Blanche-Produktion der Kulturkommission des Kantons Luzern. (...) Der Sound wirkt eher sparsam geprobt (...). Graeff und Co. bleiben (...) trashig und überlassen es dem Publikum, Trash und qualitatives Understatement als kunstvolle Unterhaltung zu goutieren, was dieses dann zu grossen Teilen nicht tut. (...) Der Abend ist (...) künstlerisch fragwürdig (...). Debakel (...) etc. usw. pp. pff.
Arno Renggli (NLZ, 20. Juni 2015)

Gott ist ein Anderer (400 Jahre Kloster St. Klara Stans)
Die Inszenierung im Klostergarten weist noch zahlreiche Stärken auf. Dazu zählen sicher die präzis getexteten und von Christov Rolla musikalisch oft hauchzart umgesetzten sprechrhythmischen Chorszenen. (...) Pure Poesie, wenn bei feiner Musik im nächtlichen Garten Sinnfragen gestellt werden: "Was bin ich, und als was gält ich, und wie viel Chraft han ich?"
Romano Cuonz (NNZ, 16. Juni 2015)

Theatergesellschaft Willisau: Parzival
Unterstützt und gebrochen wird diese fast künstliche Ästhetik, die übrigens stark an die Werke von Robert Wilson erinnert, durch die musikalischen Klänge von fünf Musikern, welche die von Christov Rolla komponierten Melodien live erzeugen. Unterstützend wirkt die sehr gelungene musikalische Komponente im Sinne der absolut passenden Unterstreichung des prunkvollen Geschehens auf der Bühne und als Bruch dort, wo sie den Zuschauer weg von der Gegenwart wieder zurück ins Mittelalter katapultiert, oder zumindest Assoziationen daran hervorzurufen vermag.
Selina Beghetto (www.kulturteil.ch, 27. Mai 2015)

Rolla allgemein
Christov Rollas lebensfrohe und gescheite Theatermusik sollte eigentlich jeder und jedem ans Herz und in die Ohren gelegt werden.
Heinrich Weingartner (041 - Das Kulturmagazin, Mai 2015)

Theaterclub PH Luzern: Shakespirit
(...) Höhepunkt der Produktion ist die musikalische Begleitung, welche Christov Rolla mit dem Ensemble erarbeitet hat. (...) Die wunderbar arrangierten Lieder (...) verweben Spiel und Chorgesang zu einem musikalischen Theaterabend und setzen dem Ganzen ein klangvolles Sahnehäubchen auf. (...) Viel zu lachen geben die launigen Moderationen, welche Shakespeare persönlich (Musiker Christov Rolla schlüpft in dessen Rolle) zwischen den vier Stücken ans Publikum richtet.
Yvonne Imbach (NLZ, 25. April 2015)

Canaille du Jour im Off-Programm der Stanser Musiktage
(…) Auf dem Heimweg bleiben wir bei der Black Smoke Medicine Show in der Schmiedgasse hängen. Die kuriose Open-Air-Kneipe bietet jeden Abend ein erlesenes Musikprogramm. Canaille du Jour, das famose Duo von Max Christian Graeff und Christov Rolla, steht auf der winzigen Bühne und bringt mit seinen sackstarken Liedern die Welt der Wechselbäder wieder total ins Lot.
Pirmin Bossart (NLZ, 2. Mai 2014)

Theater Stans: Molière
(...) Und erst die Musik: Barock-Höfisches klingt da immer wieder trefflich an, angewandte Theatermusik aus der alten Zeit ins Heute hinübergebracht, ebenso wie verfremdendes Pianospiel von einiger Quirligkeit, wenn hier stilistisch auf Boogie, Swing oder Ragtime zurückgegriffen wird. An den Tasten praktiziert wird es live von Christov Rolla, der auch gleich Molières Haustheatermusiker Jean-Baptiste Lully spielt und sich zum Schluss gar eine E-Gitarre umhängt.
Urs Hangartner (www.kulturteil.ch, 09.02.14)

Märlitheater Obwalden: Die Schöne und das Biest
Dem Obwaldner Märlitheater gelingt es einmal mehr, eine bekannte Geschichte eigenständig und wundersam frisch zu inszenieren. Dazu tragen - neben der Regisseurin - ganz wesentlich vier Künstler am Rande des eigentlichen Geschehens bei: der Musiker Christov Rolla, der für die Akteure musikalisch und textlich wunderschöne Lieder komponiert hat und der auf einem weissen Klavier das ganze Stück auch klangvoll mitgestaltet. (...) Das Märlitheater tut einmal mehr das, was eine Märchenbühne im besten Fall tun kann: Sie regt die Fantasie der Kinder an, ohne sie mit lauten, schrillen Tönen zuzudröhnen.
Romano Cuonz (Neue Obwaldner Zeitung, 01.12.13)

Luzerner Lesebühne (The beauties and the beast)
Aber das Programm steckt auch sonst voller Witz, Poesie und Esprit; ob nun Christov Rolla am Harmonium die wunderbar kreativ ins Deutsch übersetzten Klassiker oder selbstgeschriebenen Chansons alleine mit etwas hellerer Stimme, zusammen mit dem tief dröhnenden Graeff singt, oder eine der «Beauties» eines ihrer Gedichte zum Besten gibt. (...) Christov Rolla und MC Graeff, die sonst auch im Duo «Canaille du jour» auftreten, wo sie ihren Gassenliedern frönen, sind es schliesslich, die jenem Abend mit Musik, Humor und Sprache ausgesprochen gekonnt und sympathisch seine persönliche Note verleihen.
Katharina Wolf (www.kulturteil.ch, 12.03.13)

Märli-Biini Stans: Der Zauberer von Oz
Die eingängige Musik von Christov Rolla setzt Akzente im Handlungsablauf, sie trägt das Leitmotiv der Suche. Stimmgewaltig nimmt sich Rollas Abschlusschor aus: "Jede Mönsch hed dänk sis eigete Dihäi."
Marion Wannemacher (Neue Nidwaldner Zeigung, 30.09.13)

Canaille du jour bei "Luzern bucht" I
Für den auflockernden Kontrapunkt des Abends sorgten Canaille du jour (...). Mit Charme, Witz, musikalischer sowie textlicher Qualität brachten Max Christian Graeff (Gesang) und Christov Rolla (Klavier und Gesang) ein bisschen rauchige Kneipenluft ins Kleintheater. Die ins Deutsche übertragenen französischen Chansons (...) sind bester Beweis dafür, dass auch so etwas in den literarischen Zirkus gehört.
Katharina Wolf (www.kulturteil.ch, 12.03.13)

Canaille du jour bei "Luzern bucht" II
Literarische Chansons, in unvergleichlicher Performance-Manier mit Flügel und Stimme zur Aufführung gebracht.
Urs Hangartner (Neue Luzerner Zeitung, 11.03.13)

Die verzauberten Brüder
Regisseur Marcel Felder weiss Fantasie und Kreativität, welche im Obwaldner Märlitheater-Team stecken, sehr geschickt zu bündeln und mit grösster Umsicht zu entfalten. Das Hauptzielpublikum, die Kinder, kommen hier zu einem hochstehenden und eindrücklichen Theaterspektakel. Dass dem so ist, verdankt die Truppe auch dem Musiker Christov Rolla im zottigen Bärenfell. Seine Lieder sind witzig-munter oder geheimnisvoll-zauberhaft. Zusammen mit Simon Kathriner und Jan Durrer intoniert er sie eingängig und zum Mitsummen schön. (...) Nun versucht die böse Magierin auch mit Wassilissa ihr hinterhältiges Spiel zu treiben. Doch diese erhält Hilfe. Vom putzig-plumpen Bär Mischka (Christov Rolla spielt die Rolle herrlich), vom Hund Knurr (Gerhard Halter urkomisch wie eh und je) und der Katzendame Murr (differenziert gezeichnet von Anja Kiser). (...)
Romano Cuonz (Neue Obwaldner Zeitung, 03.12.2012)

Di chli Häx
Die Musik hat Christov Rolla nun freilich sehr schön nicht im Hexisch-Blubbernden angesiedelt, sondern im Menschlich-Fiedelnden. Es sind Lieder und Weisen, die so herzhaft sind wie das Spiel von Martina Binz als kleine Hexe und Matthias Britschgi als ihr Rabe.
Christoph Fellmann (kulturteil.ch, 22.11.2012)

Der Selbstmörder
Der Theatergesellschaft Willisau gelingt es, Tragik und Komik zu vereinen. (...) Das Theaterensemble sorgt für viele Lacher - aber auch für nachdenkliche Gesichter im Publikum. Mal himmelhochjauchzend, mal zu Tode betrübt. Ein Abbild der sagenumwobenen slawischen Seele. Literaten aus östlichen Ländern arbeiten oft mit solchen Gefühlsschwankungen ihrer Protagonisten. Der Theatergesellschaft Willisau gelingt es überzeugend, besagte Seele abzubilden - so es sie denn gibt. Zu einem grossen Stück mitverantwortlich für die fortwährenden Stimmungsschwankungen ist die Begleitmusik. Sie untermalt die Szenen auf der Bühne einfühlsam. Bald spielt sie melancholische Begleitmusik, bald liefert sie die schmissige Grundlage für eine wodkaschwangere Feier mit viel Tanz.
David Koller (Willisauer Bote, 30.10.2012)

Mit Chrüüz und Fahne I
Die künstlerische Leitung (Autor: Paul Steinmann, Regie: Adrian Meyer) deutet den Krieg nur zeichenhaft an. (..) Die Bilder gehen unter die Haut. Ein starkes Schlussbild macht klar: Im Krieg gibt es nur Verlierer. Und: Der Krieg ist näher, als manch einer denkt. (...) Eine wunderbare Naturbühne bietet den richtigen Rahmen für die Inszenierung. Unterstützt werden die Schauspieler von einem hervorragenden Lichtkonzept (Martin Brun) und von effektvoller Musik (Christov Rolla).
Radio DRS (mehr davon, 26.07.12)

Mit Chrüüz und Fahne II
Während die (grossartige!) Blaskapelle «Guetnachtamsächsi» Lieder von Krieg und Trennung herrlich schräg intoniert und die Gesellschaft debattierend und streitend dazu tanzt, tobt draussen der Krieg. (...) Sämtliche Darstellerinnen und Darsteller sind grossartig besetzt und agieren auch so. Die Musik, die Kostüme, Requisiten, Beleuchtung sind ebenso exzellent, wie das Timing und die anspruchsvolle Organisation der Gruppenführungen im ersten Teil. «Mit Chrüüz und Fahne» ist ein Erlebnis, das langanhaltende Spuren hinterlässt.
Rosmarie Mehlin (Aargauer Zeitung, 26.07.2012)

Eine Odyssee
Rolla als Theatermusiker einzusetzen, ist immer eine fabelhafte Idee. Seine Songs tragen viel dazu bei, dass man sich nach zwei Akten und einer Pause (ca. 125 Minuten) tatsächlich fragt: Das war schon alles? – gerne noch länger zuschauen würde.
Pablo Haller (www.kulturteil.ch, 14.01.12)

Es sei strengstens untersagt, auf dem Friedhof zu kegeln
Wie da der Chor Integral die Kompositionen von Christov Rolla (...) aufführte, das war schlicht grossartig. (...) [Jener] ist für mich, seit ich zum ersten Mal sein "Ich esse nur Fleisch und Gemüse" aus dem gleichnamigen Stück von 2005 gehört habe, ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Und dabei bleibt es.
Patrick Hegglin (www.kulturteil.ch, 10.12.11)

s'Rumpelstilzli I
Das alte Märchen ist noch lange nicht tot. Dass es lebendig und in geradezu attraktiver Frische und Aktualität weiterlebt, dafür sorgen zurzeit vor und hinter der Märli-Biini Stans über 70 Männer und Frauen, Buben und Mädchen. Allen voran das Quartett Rafael Iten (Regie), Klaus Frick (Text), Elionora Amstutz (Bühnenbild) und Christov Rolla (Musik). Ihre Inszenierung verdient das Prädikat "märchenhaft" voll und ganz. (...) Christov Rolla hat den gekonnt bewegten Sprachrhythmus mit eingängigen Liedmelodien und eigenwilligen Perkussionsdarbietungen der Waldwichte bereichert.
Romano Cuonz (Neue Nidwaldner Zeitung, 3. Oktober 2011)

s'Rumpelstilzli II
Der musikalische Leiter Christov Rolla hat offensichtlich ganze Arbeit geleistet. Der Chor singt mehrstimmig und wirkt voll, sehr süffig und effizient.
Marion Wannemacher (Neue Nidwaldner Zeitung, 23. September 2011)

Canaille du jour
Und wäre diese Welt eine gerechte, wäre Graeff ein gefeierter Entertainer und Rollas Lieder ellbögelten sich an die Spitzen der Charts und man sänge sie an Lagerfeuern. Okay, vielleicht ist es auch bloss schlechtes Timing. Denn im Gegensatz zum grossen Rest widmen sie sich voll und ganz der europäischen Liedtradition, dem Erzählen von Geschichten, dem Feiern des Lebens, des Suffs, der Liebe und des Kummers, der aus ihr entspringt.
Pablo Haller (www.kulturteil.ch, August 2011). Hier finden Sie die ganze Rezension.

Metamorphosen
Der Zuschauer taucht ein in wunderschöne Chorgesänge.
Yvonne Imbach (Neue Luzerner Zeitung, 19. Mai 2011)

Vrenelis Gärtli I
Wort- und Bild- und Musikgewalt: Die Sprache ergänzt den aussergewöhnlichen Stoff bald ebenso natürlich wie die atmosphärische Musik.
Elias Zimmermann (Entlebucher Anzeiger, 17. Mai 2011)

Vrenelis Gärtli II
Und was der Regisseur mit dem Ensemble in die Scheune zaubert, ist ein tiefgehendes, magisches Theatererlebnis. (...) Bewegend und ergreifend ist auch die Musik. (...)
Hannes Bucher (Neue Luzerner Zeitung, 16. Mai 2011)

Schattmatt I
Es stimmt einfach alles. Es ist eine tolle Ensemble-Leistung, der Einsatz von Musik, der Bühne, des Lichts, der Wechsel der Szenen - es ist ein Guss, ein wunderschöner, stilsicherer Guss.
Geri Dillier ("Swisstipp" auf DRS 1, Februar 2011). Der Bericht kann hier angehört werden.

Schattmatt II
[Das Stück] zollt dem grossen Schweizer Autor Carl Albert Loosli durch die glänzende Vertonung des Gedichtbandes "Mys Ämmitaw" von Christov Rolla Respekt. Die vierstimmigen Harmonien des Chors schaffen eine weitere Dimension von zuweilen beissend ironischer Distanz zum tragischen Geschehen.
Marion Wannemacher (Neue Nidwaldner Zeiung, Februar 2011).

Schattmatt III
10-köpfig ist der gemischte Chor, der im Stück als nicht nur sprechender und das Heute mit dem Gestern verschränkender Kommentarkorpus fungiert. Siebenmal wird auch gesungen, besonders gelungen dabei die Idee, originale Mundartlyrik von A.C. Loosli, die inhaltlich bestens passt, zu Liedern werden zu lassen. Dazu hat Christov Rolla mit Anklang an die Volkslied- und Chorliedtradition ebensolche als frappierende musikalische Pastiches eigens komponiert, im Nachhinein sozusagen Texten aus dem frühen 20. Jahrhundert einer neuen Bestimmung zugeführt.
Urs Hangartner (www.kulturteil.ch, Februar 2011). Hier finden Sie die ganze Rezension.

Radio Sputnik
Rolla und Pfyl schaffen es in ihrem zusammen mit Regisseur Simon Ledermann entwickelten Stück, zwei - jeder auf seine Weise originelle - «Chnuschtigrinde» und ihre Beziehung zueinander mit einem feinsinnigen «Gspöri» zu portraitieren. Sprache, Bühnenbild und das natürliche Spiel der Akteure schaffen eine stimmige Atmosphäre, die - im Verlauf des Stücks einen regelrechten Sog entwickelt.
Pablo Haller (www.kulturteil.ch, Oktober 2010). Mehr über RollaPfyl und Sputnik hier.

Bonjour Madame I
Bonjour Madame ist das fabulöse Duo Eva Heller (Stimme) und Christov Rolla, das neuerdings mit den drei Bläsern der "Feldmusik" auf die Bühne kommt. So auch am "Abend der Luzerner Chanson-Sterne" am Dienstag im Kleintheater Luzern. Die Formation balancierte mit ihrem aktuellen Repertoire in einer Mischung aus Wehmut und Galgenhumor am Abgrund der Seele.
Ihre Songs sind voller grandioser Popformeln, mehrstimmiger Gesänge, einiger Prisen Vaudeville-Jazz und Texte, wie es sie im Singland Schweiz selten gibt. Stets mit schwarzem Blick, aber ohne morbiden Chic. Viel Witz, viel Traurigkeit, eingebettet ins Absurde und die Ironie. Die Poesie von Bonjour Madame ist voller Kostbarkeiten, die mit Hellers Stimme lasziv-charmant belebt werden. Madame, die mit einem Hauch von Verschrobenheit und Düsternis über die Bühne stakst, lotet neuerdings ihre dunkle Seite aus. Ihre Stimme berührt. Christov Rolla, einsames Multitalent unter den Performenden Luzerns, spielt Piano und Gitarre, dirigiert die Männer der Feldmusik und ist auch Erzähler: In witzigen Reimen führt er durch Songs und ihre Gefühlszustände. Was als Chansonpunk-Duo im Umfeld des Theaters vor ein paar Jahren begann, ist nun auch für die Konzertbühne reif geworden. Da ist etwas Kurioses und Erfrischendes entstanden. Ihre erstaunlichen Songs, nicht selten mit Ohrwurm-Charakter, sind mit musikalisch schönen Details arrangiert und kommen eine Nuance schief angerichtet. Um es im Musikanten-Jargon zu sagen: Bonjour-Madame-Feldmusik sind langsam bereit für das "Eidgenössische".
Pirmin Bossart (Neue Luzerner Zeitung, Februar 2009). Bonjour Madame gibt es vorderhand nicht mehr, aber linkerhand finden Sie ein paar Notizen und Töne.

Bonjour Madame II
Bonjour Madame sind eine der wenigen Bands, bei denen die eigenen Songs neben den doch einigen Covers nicht abfallen, sondern sich beide miteinander verweben, einen neuen Sinn offenbaren. Auch da muss man Rolla loben, der es versteht, grosse Texte so einzudeutschen, dass die Seele erhalten bleibt. (...) Ist es Grosskunst, Mittelkunst, Kleinkunst? Grosse Kunst alleweil. Zum Glück denken die Akteure wenig über Schubladisierungen nach. Sie tun, was sie am besten können. Fabulieren, Spielen, Singen, Musizieren. (...) Eine Tsunamiwelle von Leben und Suff, Liebe und Enttäuschungen rollt auf das Publikum zu. Schon oft gehört? Nicht aber auf diese ergreifende Art und Weise. (Pop-/Chanson-)Kultur funktioniert auch auf deutsch. Das ist schön zu erleben.
Pablo Haller (www.kulturteil.ch, Januar 2010). Die ganze Rezension finden Sie hier.

Töfflibuebe
Jeden Klassiker, jedes alte Glücksgefühl formen die Männer in geniale Hintergrundchoräle und waghalsige Sologesänge, und wo man den Ton nicht trifft, haut man extra noch lauter daneben: Da wird gequietscht, falsettiert bis zum Scheiben-Spring-Ton, und wo es sein muss, singen die Männer höher als Freddie Mercury. Schnell ist klar, hier stehen sechs Raketenschiffe auf dem Weg zu Mars, aber hallo. Die Story ist zwar schnell erzählt - Klassentreffen -, wird aber mit riesigem Repertoire auf bombastische zwei Stunden angereichert. (...) Das Publikum lacht sich darob halb tot, und wenn die altjungen Jungs singen "Ich bin es Blatt im Wind", dann ist man trotz all der Lustigkeit und dem Klamauk sehr gerührt.
Falco Meyer (Neue Zuger Zeitung, November 2009). Mehr zu Integral und Töfflibuebe hier.

Platz da!
Die Schauspieler Martina Binz, Nicole Davi und Roger Pfyl und der Musiker Christov Rolla vom luki*ju Theater Luzern starteten in «Platz da!» mit Können und hohem Tempo und zogen es bis zum Schluss durch. (...) Am Schluss siegt das Fernweh, und der Strassenmusiker macht sich auf eine Reise. Aber das ist mehr eine Geschichte für die Grossen, denen das Theaterstück ebenso gut gefallen kann. (...) Toll macht das Stück das Zeitgemässe. Es verniedlicht nicht, fordert die Fantasie der Kinder und zeigt ihnen, was gute Schauspieler können. Wenn Wörter zu Wortfetzen und diese zu Songs werden, wenn Bewegungen zu synchronen Schritten und zu Tanz werden, dann hat das eine Leichtigkeit, die auch die Kleinen beeindruckt.
Bote der Urschweiz, Juli 2009. Mehr zum (mittlerweile abgespielten) Stück und zum luki*ju theater finden Sie hier.

Besaitung
Umso schöner, dass als Überraschung das Grossunternehmen B-Saitigung unter der Leitung von Christov Rolla gänzlich unplugged den Bühnenraum einnahm für eine wunderbare Vortragsübung in Sachen Massen-Akustik-Klampferei. Bravo und gerne wieder einmal!
Urs Hangartner (www.kulturteil.ch, Januar 2009). Hier finden Sie die ganze Rezension; linkerhand (unter Saisonier) zwei Videos.

Gretchens Faust
Die Inszenierung ist bei aller Heavyness des Themas auch Unterhaltung. Christov Rolla (Komposition) spielt elektrische Gitarre, singt und gibt den galanten Mephisto.
Pirmin Bossart (Neue Luzerner Zeitung, Oktober 2008). Mehr zum Stück und zum luki*ju theater finden Sie hier.

Kreativer und liebenswerter Kleinstadt-Melancholiker
Als „eklektisch-trivial mit irgendeinem Bruch drin“ beschreibt Rolla selbst seine Musik, die er mit eigenen Texten voller Sprachwitz und feiner Ironie anreichert. Wer ihn bei seiner Arbeit beobachtet, dem wird schnell klar: Hier macht einer Kunst aus schierer Freude am musikalischen Geschehen und aus der Lust, mit anderen auf der Bühne zu musizieren. (...)
Urs Emmenegger (Kulturmagazin, Januar 2009).


Frisch ab Presse:
Kryptische Sätze
(meistens aus der Neuen Luzerner Zeitung)

Radio Sputnik
"Die Sympathien des Publikums erfahren auch einen Wechsel."
Radwechsel? Wechseljahre? Es liegt ein grosses Geheimnis in diesem Satz.

Töfflibuebe
"Zwar kamen nur 110 Besucher am Samstag in den Kulturwerkplatz Südpol."
Aus dem Stützkurs "Räumliche Wahrnehmung": Ein Saal bietet einhundert Plätze. Einhundertundzehn Besucher möchten hinein. Rechne.